Grundlagen: Eine (Unterwasser-)Kuppel bauen

Das Bauen von Kugeln und Kuppeln ist eine Wissenschaft für sich. Natürlich kann man sich selbst den Aufwand machen, und die Form selbst errechnen und planen. (Während Kreise noch relativ einfach sind, so sind Kugeln oder Ovale, oder Donut-Formen schon schwieriger.) Oder man kann sich Plotz bedienen, auch, wenn da … ein anderes Spiel im Titel steht.

Eine halbierte Voxel-Kugel
Im Interface von Plotz kann man sich die Kugel „aufschneiden“ lassen, um zu sehen, wo man die Nodes platzieren muss

Eine Kuppel, welcher Form auch immer, sollte, damit sie nicht gepresst aussieht, die Hälfte des Durchmessers der Kugel haben, also zu 50% „im Boden versenkt“ sein. Wenn sie tiefer versenkt wird, wird sie flacher, wenn sie höher hinaussteht, wird der Rand ausgewölbt. Beides geht natürlich auch, aber eine „normale“ Kuppel sieht am gewohntesten aus. um etwas mehr Rand zu bekommen, kann man die Kuppel auch ganz leicht höher setzen, aber nicht so hoch, dass der Rand unten schon wieder schmaler wird.

Drei verschieden hohe, bunte Kuppeln
Je nachem, wie die man die Kuppel in den Boden versenkt, entstehen unterschiedliche Effekte. Hier am Beispiel von jeweils drei Nodes Unterschied

Will man nun eine Kuppel bauen (ob nun selbst erstellt, oder mit z.B. dem oben genannten Plotz), so geht dies an Land relativ einfach. Man sucht sich einfach einen Ort, wo die Kuppel hin soll, bereitet die Fläche vor, baut den ersten Ring, und zieht die Kuppel dann von unten nach oben auf. Dies geht je nach Größe der Kuppel mehr oder weniger schnell, und ist auch dann möglich, wenn man nicht im Kreativmodus ist.

Will man die Kuppel nun unter Wasser bauen, sind mehrere Dinge zu berücksichtigen. Auch hier wird natürlich erst mal ein ausreichend großer Platz benötigt. Mehr als an Land ist auch die Höhe der Kuppel wichtig, wie beschrieben sollte die Höhe um und bei Durchmesser/2 liegen. Bei einer Kugel von 21 Nodes Durchmesser wäre die Höhe 10 Nodes (ein Node im Zentrum und 10 Nodes Radius), eventuell etwas Höher, um einen höheren Rand zu erhalten.

Der Kuppelbau

Damit man nicht gegen Ende des Bauvorgangs sein blaues Wunder erlebt, sollte man vorher ausmessen, wie viel Platz bis zur Wasseroberfläche ist. Dabei sollte man darauf achten, dass die oberste Ebene der Kuppel 3-5 Nodes unter der Oberfläche liegt, das sieht dann immer noch gut aus, und man hat den Platz optimal ausgenutzt.

Fackeln für das Licht, und Papyrus in Kreuzform markiert die Kuppel-Grundfläche und -höhe
Mit ein wenig Papyrus kann man schnell die Grundfläche abmessen, und bekommt eine einfache Möglichkeit, unter Wasser zu Atmen. Die Fackeln sorgen nicht nur für ausreichend Licht, sondern funktionieren auch unter Wasser.

Wenn man sich einen netten Platz unter Wasser ausgesucht hat, und abgemessen hat, ob die geplante Kuppel auch passt, geht es daran, sich vorzubereiten. Wenn man im Kreativmodus ist, ist es relativ einfach, man holt sich aus dem Inventar einfach Glas, und fängt einfach unter Wasser an, zu bauen.

Zusätzlich sollte man sich auch noch und Papyrus (Bambus, Zuckerrohr, „dieses grüne Zeug, was am Wasser wächst“) nehmen, das wird auf jeden Fall später noch gebraucht. Da Fackeln in der beim Schreiben des Artikels aktuellen Minetest-Version 0.4.16 auch unter Wasser brennen, kann man sich seine Baufläche am Grunde des Ozeans auch noch beleuchten, im Kreativmodus natürlich alles kein Problem, wenn man diesen aber nicht zur Verfügung hat, ist hier nun erst mal das Farmen von Sand für Glas, Kohle für den Ofen, und Papyrus für das spätere „Entwässern“ nötig.

Ein Spieler in Vorderansicht steht in Papyrus unter Wasser in einer halb fertigen Kuppel
Wenn man nicht im Kreativmodus ist, kann man eine 21 Nodes durchmessende Kuppel noch gut mit nur einem „Atemstelle“ in der Mitte bauen. Einfach eine Ebene rundum bauen, und dann wieder erholen.

Ohne Kreativmodus ist nun ein langer Atem nötig. Generell gestaltet sich das Bauen unter Wasser genau so, wie an Land, mit dem Unterschied, dass man sich langsamer bewegt, und dass man ab und an frische Luft braucht. Wenn man schon Papyrus hat, kann man diesen zum Bauen mitnehmen, zumindest zwei Stück. Wenn die Luft dann knapp wird, schnell zwei Papyrus übereinander setzen, und rein stellen, schon kann man kräftig durchatmen.

Die Kuppel nutzbar machen

Wenn die Kuppel fertig ist, hat man erst mal nur eine Kuppel unter Wasser, die mit Wasser gefüllt ist. Die Kuppel ist so natürlich noch nicht nutzbar. Um das Wasser aus der Kuppel zu bekommen, kann man diese natürlich komplett mit irgendetwas füllen, Sand zum Beispiel, oder Erde, oder den Cobblestone benutzen, den jeder wohl in Massen in irgendwelchen Kisten hat, aber das ist alles nicht sonderlich effektiv.

Hier kommt das zuvor gefarmte Papyrus zum Einsatz (so um die drei Stacks sollte man schon haben, um wirklich bequem arbeiten zu können). Papyrus verdrängt nicht nur Wasser, und man hat beim Entwässern am Anfang auch gleich eine Atemmöglichkeit, sondern lässt er sich auch noch praktisch beliebig hoch bauen, und komplett abbauen, indem man einfach den untersten Node entfernt.

Nach dem Entwässern und Ausleuchten der Kuppel geht es nun an die Planung des Innenlebens. Unterwasser-Habitat, versteckter Eingang zu einer Höhle, ausbau zu einer Unterwasser-Basis mit weiteren Kuppeln und Verbindungsgängen – Hier sind einem fast keine Grenzen gesetzt.

Die Kuppel nutzen

Will man in der Kuppel etwas anbauen, so ist zu berücksichtigen, dass hierzu das Lichtlevel nicht ausreicht. Auch für das Wachsen von Gras reicht das Lichtlevel nicht aus. Will man also seine Farm unter die Meeresoberfläche verlegen, so muss man mit Mese-Pfostenlampen arbeiten, da nur diese ausreichend hell für Pflanzenwachstum sind.

Viele regelmäßig aufgestellte Mese-Pfostenlampen erleuchten ein Feld in der Unterwasser-Kuppel
Da das Lichtlevel unter Wasser nicht ausreicht, werden Mese-Pfostenlampen benötigt. Da die nur die direkt anliegenden Nodes mit ausreichend Licht versorgen, müssen bei großen Flächen viele Lampen verwendet werden.

Da das Wasser für Felder auch unter den jeweiligen Nodes liegen kann, kann man dieses für eine Unterwasser-Farm natürlich entsprechend unter dem Feld platzieren, und hat so die komplette Fläche für den Anbau zur Verfügung.

Selbstverständlich funktioniert der Ackerbau über Wasser wesentlich besser als unter Wasser. Statt einer Farm bietet sich für so eine Unterwasser-Kuppel natürlich auch der Bau eine exquisiten Domizils an. Mit entsprechenden Mods sogar fast wie oberirdisch. So kann man sich ein bisschen normale Architektur an einen außergewöhnlichen Ort bauen.

Ein einfaches Bauernhbaus mit Grundstück in einer Unterwasserkuppel erbaut.
Ein einfaches kleines Bauernhaus mit Kiesweg, Zaun, und kleinem Teich auf dem Grundstück – etliche Meter unter der Wasseroberfläche, entstanden auf dem Server (TravelNet „DiaNet“, Station „Linuxdirk“, einfach die Klippe runterspringen)

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Grundlagentutorial eventuell zeigen, dass weder der Bau einer Kuppel, noch das entwässern, wenn die Kuppel unter Wasser gebaut wurde, sonderlich kompliziert ist, und zudem auch ohne Kreativmodus mit ein paar kleinen Tricks einfach und schnell funktioniert.

Habt ihr auch schon mal eine Kuppel auf dem Meeresgrund gebaut, und wie habt ihr sie Genutzt? Was sind eure Lieblings-Orte zum Bauen? Habt ihr Fragen, Anmerkungen, oder Vorschläge für die Grundlagenreihe? Ich freue mich über Kommentare!

5 Kommentare

  1. Eine Kuppel unter Wasser. Ist mal was neues! Hätte ich so noch nie dran gedacht, aber das mag auch an der Form liegen. Rundungen sind weniger mein Ding, ich habe es ja eher mit Drei-, oder Viereckig.

    Die Idee, Papyrus, also das grüne Zeug was am Wasser wächst, zum Atmen zu nutzen hatte ich auch noch nicht. Ich setze da immer irgendwo Fackeln in entsprechende Höhe. Funktioniert auch, obwohl die Grüne-Zeug-Vom-Wasser-Variante definitiv ihre Vorteile zu haben scheint! Gleiches gilt auch für das Entwässern. Auch da habe ich bislang mit Facken und Eimern gearbeitet. Bei den kleinen Dingen, die ich trockenlegen musste, war das auch nie ein Problem! Die Vorteile des Papyrus liegen aber definitiv auf der Hand!

    Leya nervt mich schon seit längerem mit einem Weltraum-Mod, den sie wohl auf einem anderen Server gesehen hat. Sollte der mal Realität werden könntest du ja eine Raumstation vom Stil der ISS bauen. Schön mit runden Röhren?

    • Ich mag rundungen, oder zumindest so etwas in die Richtung – oder generell symmetrische Formen, und immer nur kästen finde ich auch irgendwie öde, daher mal eine Kuppel.

      Papyrus ist zum entwässern echt praktisch, im Kreativmodus wie normal auch.

      Röhren sind kein Problem, einfach den gewünschten Durchmesser als Kreis nehmen, und hochkant stellen und beliebig lang bauen – Zack, röhre fertig. Wobei man die natürlich mit den Schrägen von moreblocks noch schöner machen kann.

      Habe ich auf dem Server ja teilweise bei mir im Keller vom Haus gemacht, aber im Kreativmodus geht das auch anders: https://www.youtube.com/watch?v=3-7nS5fJIEc

    • Ja, ne? 🙂

      Ich glaube, die waren aus HomeDecor als es noch nicht so bloated war und nur mit den Dev-Versionen vernünftig funktionierte.

  2. Hm, Papyrus zu benutzen ist wirklich eine sehr gute Idee, ich habe immer viel umständlicher entwässert. >_<
    Wenn man worldedit hat ist das ganze aber natürlich kein Problem, da kann man ja einfach Luftspheren und Glasholospheren machen.
    Zur Atmung kann aber ja auch ein Gefahrengutsanzug dienen.

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*